AUTARKE HÄUSER

Sind Häuser in denen natürlichen Energiequellen und Nahrungsbeschaffungsmöglichkeiten sowie bauphysikalisches Wissen intelligent genutzt wird. Dabei gibt es große Unterschiede in der Frage der Art zu Leben. Verzichten wir auf den Fortschritt und verfolgen eine antike oder alternative Lebensform ohne Strom oder entscheiden wir uns für die Vorteile der Hochtechnologien.

Die Systeme des Wassers sind bei autarken Häusern abhängig von den örtlichen Gegebenheiten zu nutzen. Ist eine Bohrung für den eigenen Grundwasserbrunnen nicht möglich, muss Wasser aufgefangen werden. Die Dachhaut kann hierfür verwendet werden, um Regenwasser zu sammeln und bei Bedarf in Trink- und Nutzwasser, durch spezielle Filtersysteme umzuwandeln. Das Wasser, einer der wichtigsten Rohstoffe zum Leben, wird am intelligentesten gleich in mehreren Kreisläufen wieder verwendet. Ein Beispiel hierfür wäre nach der Filterung der Nutzen für das Trinken, Kochen und Waschen. Es kann dann automatisch dem System der Bewässerung der Innenbepflanzung oder einem vorhandenen Wintergarten folgen. Das gefilterte Grauwasser genutzt für das Befüllen des Spülkastens bei Wassertoiletten, schließt seinen Kreislauf im anschließenden biologischen Prozess beim Aufenthalt im Septiktank (Schwarzwasser). Als Dünger zurückgeführt, ernährt das Wasser die Pflanzen im Außengarten. In der Wüste von New Mexiko entstanden in dieser Bauweise die ersten Systeme und stechen wie grüne Oasen aus dem kargen Sandboden heraus. Das Trockenklo wäre die wassereinsparende Alternative bei der Planung für die sanitäre Einrichtung.

Die natürlichen Energiequellen können durch die unterschiedlichen Systeme der Solar- und Windkraft erwirtschaftet und gespeichert werden. Bauphysikalisches Wissen ermöglicht uns die Vorteile des Energieaustauschs bei intelligenter Bauweise voll auszunutzen und damit angenehme Temperaturen zwischen 18-20 Grad das ganze Jahr hindurch zu halten. Belüftungssysteme, die mit dem Erdreich verbunden sind, können zu manualen Veränderungen des Raumklimas genutzt werden.

Die Nahrungsproduktion wird durch das richtige Anlegen von Außen- und Wintergarten das ganze Jahr über sichergestellt und kann durch Fischzucht oder Nutztierhaltung ergänzt werden. In den Wintergärten ist sowohl die Aufzucht tropischer Früchte möglich wie der Banane oder der Cherimoya oder der täglichen Salaternte. Gleichzeitig ist ein Wintergarten für den bauphysikalischen Aspekt wichtig und hilft, als abgetrennte Pufferzone, bei der Erhaltung des natürlichen Raumklimas in den Wohnräumen.

Das Pilotprojekt, der ersten sich selbstversorgenden Schule in Lateinamerika/Uruguay ist ein schönes Beispiel für eine alternative Nutzung. Fertig gestellt im Sommer 2016 ermöglichten wir den Schülern einen bis dato nicht dagewesenen Ort des Lernens. Verantwortungsbewusstsein für die Natur zu übernehmen stehen im Einklang mit der Schulausbildung. Bemerkenswert, wie die Schüler die Pflanzen pflegen und lernen sich von Ihnen zu ernähren. Im Inneren hält sich ohne Wärmezufuhr und Klimaanlage konstant ein angenehmes Wohnklima, die Energie wird dort durch Solarpaneele erzeugt.

Um sich selbst einen Eindruck vom Wohngefühl zu schaffen, finden jeden dritten Samstag Führungen in Jaurreguiberri/Uruguay zur Besichtigung statt.

Erfahren Sie mehr über das Projekt auf der Homepage: http://www.unaescuelasustentable.uy/